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Erste Hilfe

Das Wichtigste: KEINE PANIK

DON'T PANIC

Viele Damen und Herren haben Angst Erste Hilfe zu leisten. Bei Vielen ist die Führerscheinprüfung schon lange her und man hat Angst etwas falsch zu machen

Das einzige was Sie falsch machen können, ist nichts zu machen - leisten Sie Erste Hilfe. Leben retten ist cool.

In Österreich sind Sie verpflichtet Erste Hilfe zu leisten - denken Sie immer daran, dass auch Sie, ihr Partner oder ihre Kinder einmal in die Situation kommen können, dass auch Sie Erste Hilfe benötigen.

Bedenken Sie, dass Sie nicht wirklich etwas falsch machen können. Sollten ein paar Rippen bei der Herzmassage brechen, ist das zwar ein Beinbruch, aber der oder die PatientIn wird möglicherweise überleben. Der oder die PatientIn wird aber sicher sterben, wenn sie NICHTS machen.

Also keine Panik und in Ruhe an das Problem herangehen. Ich bin mir darüber im klaren, dass wahrscheinlich niemand diese Seite in einem Notfall aufrufen wird und nach der Checkliste vorgehen wird.
Trotzdem empfehle ich Ihnen, diese Seite einmal in Ruhe durchzulesen, denn vielleicht kommen Sie bald in eine Situation, in der Sie dieses Wissen tatsächlich brauchen können.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Stephan Reiter - er hat einiges auf dieser Seite überarbeitet, damit die ERSTE HILFE besser klappt. Danke.

Jedes Jahr überleben über ein paar tausend Menschen aufgrund von Erster Hilfe.
Leider sterben viel mehr Menschen, weil KEINE Erste Hilfe geleistet wird!!!!!

Feuerwehr: 122
Polizei: 133
Rettung: 144


Geben Sie an, WER WAS WO WIE mit WEM passiert ist und was sie brauchen. Vergessen Sie bitte nicht, ihren Namen und den genauen Standort bekanntzugeben.

Viele Damen und Herren haben Angst, eine Notfallnummer zu wählen, um nur ja niemanden zu belästigen. Andere wiederum rufen wegen jedem Sch... an.

Denken Sie daran, lieber einmal zu oft angerufen, als einmal zuwenig. Wenn das Leben oder die Gesundheit Schaden nehmen kann, wird Sie niemand dafür beschimpfen, wenn Sie eine Notrufnummer wählen.
Dort arbeiten Profis.

Als nächstes bringen Sie bitte den oder die Verletzten aus der Gefahrenzone. Weg von Brandherden, aus dem Wasser, Weg von der Fahrbahn und so weiter. Beginnen Sie erst mit den lebensrettenden Maßnahmen, nachdem Sie und der Verletzte in Sicherheit sind. Sonst kann es passieren, dass beide durch die weiteren Umstände verletzt werden - das hilft niemandem.

Bei Verletzungen sollte das Bewußtsein, die Atmung und der Kreislauf überprüft werden. Erstellen Sie eine Notfalldiagnose:

Checkliste:
Bewußtsein:
nicht vorhanden
nicht vorhanden
nicht vorhanden
vorhanden
Atmung:
nicht vorhanden
nicht vorhanden
vorhanden
vorhanden
Kreislauf:
nicht vorhanden
vorhanden
vorhanden
vorhanden

 

 

Beatmung und Herzmassage durchführen.
Beatmung durchführen
stabile Seitenlage
Blutstillung, Schock-bekämpfung,

Bewußtsein:

Bewusstseinskontrolle durch Ansprechen des Verunglückten, berühren der Hand oder des Unterarms und setzten eines Schmerzreizes am Handrücken. Sollte der Verunglückte nicht Situationsgerecht reagieren, ist es empfehlenswert als Ersthelfer einmal laut um Hilfe zu rufen, um Verstärkung zu bekommen. Diese Verstärkung kann dann gleich den Notruf absetzen, um den Rettungsdienst noch schneller an den Verunglückten zu bringen.

 
Beatmung:

 

Man kontrolliert max. 10 Sekunden lang ob der Verunglückte normale Atmung und Kreislaufzeichen hat. Hiezu bringt man Ohr und Wange über Mund und Nase des Verunglückten und blickt dabei auf den Brustkorb. Man kann dann Atemgeräusche hören, Atembewegungen des Brustkorbes und etwaige andere kleine Bewegungen sehen und die Ausatemluft an der Wange fühlen. Ist eine Normale Atmung vorhanden, erfolgt die stabile Seitenlage.

 
2 mal
beatmen

und

30 mal Herzmassage

Ist dies nicht der Fall, beginnt man sofort mit Herzdruckmassage und Beatmung im Rhythmus 30:2 mit einer Herzdruckmassagenfrequenz von etwa 100/Minute.

Sollte man einen Defibrillator zur Verfügung haben so ist dieser, sobald er gebracht worden ist, anzulegen und den Anweisungen des Gerätes folge zu leisten

 
 
 
 
Beatmung:

.Die Nase mit zwei Fingern zuhalten.

 
 

Ein Taschentuch auf den Mund legen, kräftig einatmen, und die eigenen Lippen auf die Lippen des Patienten legen und kräftig ausatmen.

Ein Taschentuch auf den Mund legen, kräftig einatmen, und die eigenen Lippen auf die Lippen des Patienten legen und kräftig ausatmen.

Beobachten, ob sich der Brustkorb hebt !!

Herzmassage:
Den Patienten auf eine stabile Unterlage legen.  
Die beiden Hände übereinander auf den unteren Bereich des Brustbeins legen.  
Auf das Brustbein drücken - der Brustkorb sollte sich rund 3-4 cm niederdrücken lassen.  

Nach einer Minute überprüft man, ob das Herz wieder schlägt beziehungsweise ob die Atmung wieder einsetzt. Sobald das passiert ist, sofort aufhören.

Funktioniert der Kreislauf und die Atmung, sollte man den oder die PatientIn in eine stabile Seitenlage bringen. Man legt den Verletzten auf den Bauch und achtet dass der Kopf auf die Seite liegt. Dadurch kann Erbrochenes, Blut und Schleim nach unten abfließen.

Starke Blutungen:
Starke Blutungen können binnen kurzer Zeit zu einer akuten Lebensgefahr führen.
Dort wo es die Körperform zuläßt sollte ein Wundpflaster (Taschentuch oder Ähnliches) direkt auf die Wunde mit den Fingern gedrückt werden.

Läßt sich die Blutung durch einen Druckverband nicht stillen, so sollte der betroffene Körperteil, Arm oder Bein, abgebunden werden. Mit einem Gürtel, einer Krawatte ode Ähnlichem den betroffenen Körperteil abbinden. Achtung: Bitte nur durchführen, wenn die anderen Maßnahmen nicht greifen.
Alle 15 Minuten den Gürtel leicht lockern, damit die Gliedmassen wieder durchblutet werden. Aber den Gürtel nicht zu stark öffnen, denn sonst droht ein Schock.

Schock:
Der oder die Patientin ist bei Bewußtsein, aber

teilnahmslos,
beschleunigter, aber schlecht tastbarer Puls,
blasse, kalte Haut mit klebrigem Schweiß,

so muß der Schock bekämpft werden. Zu einem Schock kommt es, wenn der Blutverlust zu groß ist, bei einem starken Flüssigkeitsverlust, Allergien oder auch bei Herzrhythmusstörungen. Man legt den Patienten auf den Rücken und lagert die Beine hoch. Dadurch wird der Kreislauf entlastet. Den Patienten mit einer Decke zudecken, damit ein weitere Wärmeverlust verhindert wird - aber keine Wärmeflasche oder gar eine warme Dusche. Die Gefäße wurden sich zu stark öffnen und der Schock würde verstärkt.

Verhalten bei Vergiftungen:

Giftnotruf
Österreich:
01 406 43 43
Deutschland
1 92 40
Schweiz
01 251 51 51
   

Bei Vergiftungen sollte man ruhig Blut bewahren. Im Spital brauchen die Ärzte die genaue Bezeichnung der Substanz mit der der Patient vergiftet wurde. Am besten die Flasche mit dem Gift, der Säure usw. mitnehmen.

Hat der Patient einen Säure oder andere giftige Substanzen zu sich genommen, so besteht einerseits die Gefahr in der Verätzung der Speiseröhre und in der Aufnahme des Giftes in den Körper. Der Magen selber hält viel, wirklich viel aus. Schließlich befindet sich dort Magensäure, und diese Säure ist wirklich stark. Deshalb ist es wichtig, dass man die Patienten nicht zum Erbrechen bringt. Dabei entsteht eine neuerliche Verätzung der Speiseröhre und es kann zur Schaumbildung kommen. Dieser Schaum kann dann in die Lunge eindringen.
Nur bei Lebensmittelvergiftungen soll man erbrechen und Milch trinken.
Bei Säuren und Laugen soll man klares Wasser trinken - damit verdünnt man die Säure und Lauge.

Verbrennungen:
Sofort die betroffenen Körperstellen solange mit kaltem Wasser kühlen, bis die Rettung eingetroffen ist. Auch noch weiterkühlen, wenn die Schmerzen verschwunden sind.

Erfrierungen:
Geschädigte Körperteile unter keinen Umständen abreiben oder mit heißem Wasser behandeln. Am besten nur mit einem keimfreien Verband abdecken.
Bei einer Unterkühlung darf man unter keinen Umständen warm duschen - dabei herrscht Lebensgefahr. Die Blutgefäße öffnen sich zu schnell und ein Schock ist die Gefahr. Deshalb darf man auch keinen Alkohol trinken. Am besten trinkt man warmen Tee und bleibt wach. Sobald man einschläft kann der Körper nur schwer die Körpertemperatur regulieren! Auch keine starken Bewegungen durchführen, sobald man eine Unterkühlung festgestellt wurde.

 

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