| Physik
im Prater - erleben Sie Beschleunigungen |
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"Wir gelangen in eine kurze Phase der Schwerelosigkeit... und wir werden wieder hinaufgedrückt. Ein wunderbares Gefühl!"
So kann man den Prater erleben. Aber eigentlich geht es nur um Physik beziehungsweise um Beschleunigungen - negative wie positive. Normalerweise werden wir mit 9.81 m/s2 (Meter pro Sekunde zum Quadrat) nach unten gedrückt. Das entspricht einem g. Im Vergleich bei der Formel 1 treten normalerweise in der Kurve Kräfte von sieben bis acht g auf. Die Beschleunigungen im Prater können zu interessanten Gefühlen und Körperwahrnehmungen führen. Ein frei beweglicher Körper, der eine Krafteinwirkung erfährt und dadurch seine Geschwindigkeit ändert, vollführt eine Beschleunigung.
Bei den Attraktion am Rummelplatz kann man verschiedene Arten Beschleunigungen feststellen. Wird der Körper verlangsamt, spricht man von einer Verzögerung oder negativen Beschleunigung. Für unseren Körper heißt das, dass das Blut in unterschiedliche Körperbereiche gedrückt wird. Man kann aber auch Schwerelosigkeit erleben. Dabei kann dann das Blut, das normalerweise durch die Schwerelosigkeit in die Oberschenkel gezogen wird, in den Kopf steigen.
Aufgrund der Trägheit versucht der Magen und andere innere Organe an der Stelle zu verharren. Mit einer bestimmten Verzögerung werden aber auch diese Organe beschleunigt. Dies kann man bei einigen Attraktionen ganz klar spüren. Bei manchen Personen führt dies zu Übelkeit. Je voller der Magen ist, umso dramatischer wirkt sich der Effekt der Trägheit (der Magen möchte dort bleiben, wo er ist, aber durch eine Richtungsänderung oder durch eine Geschwindigkeitsänderung des Körpers wird er dann in eine meist undefinierbare Richtung gezogen) aus. Besonders stark spürt man dass beim Space-Shot. Wir haben dort über 5 g Beschleunigung gemessen - wahrscheinlich die größte Beschleunigung im Prater.
Bei manchen Attraktionen wird die Beschleunigung aufgrund der Fliehkraft verursacht. Bei einer Hochschaubahn haben wir über 3 g gemessen. Das bedeutet, dass man mit dem 3-fachen Körpergewicht in den Sessel gedrückt wird. Dies passiert gerade bei der Hochschaubahn besonders stark. Dabei wird das Blut in die Beine gepresst. Im Kopf kommt es zu einer Blutleere. Aber auch die Schwerelosigkeit können wir auf der Hochschaubahn erleben, das entspricht dann 0 g.
Wenn die Gondel nach unten fällt, dann befindet sich auch unser Körper im Zustand der Schwerelosigkeit. Das Blut wird dann nicht mehr nach unten in die Beine gedrückt, sondern es kann sich im ganzen Körper ausbreiten. Dadurch kommt es zu interessanten Wahrnehmungen in den Beinen. Das Blut steigt dann nach oben in den Kopf. Gleichzeitig haben wir auch eine veränderte Wahrnehmung im Kopf. Ungefähr so fühlt es sich an, schwerelos zu sein. |
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